Pfeffermühle im
Karibikurlaub wieder erkannt

Wenn die
Herbsttage Einzug halten, spätestens aber, wenn die Wintertage
kalt und kurz werden, wird man sich ein erstens Mal an den
Urlaub des letzten Sommers erinnern. Wie war das noch mal, in
der Pizzeria bei Luigi in der Toskana, oder beim Schlecken von
einem erfrischenden Eis am Strand! Erinnerungen an schöne
Zeiten werden oft mit dem Essen in Verbindung gebracht und
nichts spricht dagegen, die Kochkünste Luigis nachzuahmen, am
besten bei einem Kinoabend mit den besten Urlaubsbildern vom
letzten Urlaubstrip.
Dabei
funktioniert das umgelehrt genau so. Viele Urlauber erwarten in
ihrem Urlaubsort von der Küche, dass sie ihren gewohnten
Geschmack nicht allzu sehr verfehlt. So wird auch in der
Dominikanischen Republik zwar mit einheimischen Gewürzen wie
Ingwer gekocht. An der guten alten Pfeffermühle und einem handfesten Bräter
kommt aber auch das beste Restaurant nicht vorbei, denn die
Bekochten wollen etwas essen, was mit den Gewohnheiten von
zu Hause verwandt ist. Diese Geräte werden bis in die
Dominikanische Republik importiert, wo sie begeisterte
Abnehmer finden.
Urlauber sind
immer wieder überrascht Produkte wie eine zu Hause verwandte
Pfeffermühle oder Bräter an ihrem Urlaubsort vorzufinden.
Dabei ist das nicht verwunderlich, sie werden meist aus
diesem Land importiert. Die Köche vor Ort haben nämlich
erkannt, dass es den Gästen um so mehr gefällt, wenn sie mit
kulinarischen Höchstleistungen an ihr Zuhause erinnert
werden. Es liegt daher auf der Hand, dass für die
Zubereitung entsprechende Zutaten verwendet werden und auch
Gerätschaften zum Zuge kommen, die wir aus unsren
Restaurants zu Hause kennen. Viele Hoteliers in fernen
Ländern sagen sich: Kunden, die in einer gediegenen
Gaststätte kulinarisch dinnieren, erkennen in den
wunderschön angerichteten Menüs auf edlem Porzellan
präsentiert, dass es in der Küche genau so edel und gediegen
zu und her geht. Wenn die Teller groß und das Essen elegant
präsentiert ist – wird sich mancher Gast bestimmt sagen –
wird auch die Küche edelst ausgestattet sein.
Und das
stimmt natürlich! So kocht auch der beste Koch im Urlaub in der
Dominikanischen Republik mit Kochgeräten, die wir zu Hause als
tauglich und schön anzusehen wahrgenommen haben. Eine
gusseiserne deutsche Pfanne, ein präzises europäisches Messer
oder ganz einfach Produkte, die ihren Dienst nicht schon nach
kurzer Zeit quittieren, stehen an oberster Stelle. So soll es
schon manchem Urlauber passiert sein, eine heimische
Pfeffermühle im Karibikurlaub wieder erkannt zu haben. Dem
Vernehmen nach, sollen sich Gäste deshalb gleich heimischer, ja
geborgener gefühlt haben, was den Urlaub erst zum richtigen
Genuss machte. Auf dem silbernen Teller präsentiert, kommen die
Speisen so noch eleganter und fein gekocht auf den Tisch, wo
sie mit dem guten Besteck vornehm nicht verschlungen, als
vielmehr genüsslich zu sich genommen werden.
Der
Umkehrschluss sei deshalb erlaubt, dass Dinge die Köche in der
Dominikanischen Republik verwenden und sogar von weit her
importieren, durchaus auch in der heimischen Küche Verwendung
finden sollten. Wer weiss, vielleicht wird ja manch einer durch
die Pfeffermühle auf dem Tisch auf angenehmste Weise an die
besonders schönen Erlebnisse in den Ferien erinnert. Denn zu
den schönsten Erfahrungen, gehört immer auch das Essen, dem man
sich immerhin dreimal täglich widmet – mal abgesehen von den
Naschereien zwischendurch.
Eine
Pfeffermühle auf dem Tisch, der solide Bräter in der Küche.
Dinge, die nicht nur bei uns zum Hausrat zählen, sondern auch
vielerorts im Urlaub. Köche in der Dominikanischen Republik,
überraschen dabei Gäste immer wieder, wie nicht nur auf
einheimische Künste gesetzt wird, sonder auf funktionelle
Gegenstände aus dem Heimatland der Gäste. Dies lässt den
Schluss zu, dass Dinge die anderenorts gut aussehen, auch zu
Hause ein Plätzchen finden sollten. Eine gute Geschenkidee - im
Übrigen.
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